iPhone Apps entwickeln

1.0 Einleitung – iPhone Apps entwickeln

Durch die Popularität des iPhones und des iPads gewannen die Apps, Anwendungsprogramme für Smartphones und Tablet-Computer, immer mehr an Bedeutung. Durch die Einführung des App Stores im März 2008 schuf Apple die ideale Plattform zur Verwaltung der kleinen nützlichen Programme. Eine Statistik zum App Store und dessen Angebot verdeutlicht den Trend sehr stark: Aktuell sind über 425.000 Apps im App Store gelistet und über 15.000.000.000 Mal wurden Applikationen heruntergeladen. Diese Zahlen wachsen natürlich kontinuierlich weiter.
Das Themenfeld der Entwicklung der iPhone Apps ist dabei sehr interessant und wir wollen euch nun einen Einblick dazu geben.

1.1 Voraussetzungen Hardware/Software
Um Apps für Apple-Devices entwickeln zu können, benötigt man zunächst einmal das iPhone SDK (Software Developement Kit), welches man kostenlos herunterladen kann. Das Kit enthält die Entwicklungsumgebung XCode-Tools, die für die App-Entwicklung zwingend notwendig sind. Im SDK ist ebenso ein Simulator enthalten, mit dem man die App virtuell testen kann. Das SDK ist nur für den Mac verfügbar. Demnach ist für die iPhone App-Entwicklung ein Mac-System mit einem Intel-Prozessor notwendig. Hier findet ihr aber auch eine Möglichkeit, wie man unter Windows iPhone Apps programmieren kann.

1.2 Voraussetzungen Know-How/Webservices
Bei Apples SDK kommt die Programmiersprache Objective C zum Einsatz. Diese sollte man beherrschen, um iPhone Apps entwickeln zu können. Neben diesen Kenntnissen sind Techniken aus dem Flash-Bereich ratsam, damit die App optisch ansprechend gestaltet werden kann.
Wer weder die Lust noch die Zeit hat, sich mit der Programmiersprache auseinanderzusetzen, kann auch mit verschiedenen Webservices Apps für Apple Devices entwickeln. Dies gestaltet sich in der Regel einfacher, jedoch ist man in den vorgegebenen Mitteln sehr begrenzt. Hierbei sind unter anderem die beiden wahrscheinlich größten Webseiten, redfoundry und appmakr zu nennen.

1.3 Voraussetzungen Entwickleraccount
Neben der Registrierung im Apple Developer Programm ist eine Developer-Lizenz notwendig, um eine App auch veröffentlichen zu können. Diese kostet 79€ pro Jahr.

2.0 iPhone Apps Programmierung

Die verwendete Programmiersprache Objective C gilt als einfach lernbar. Anbei findet ihr aber noch ein paar Tipps und Quellen dazu.

2.1 Mögliche Quellen
Apple selbst möchte natürlich möglichst viele Entwickler dazu auffordern, selbst Apps zu entwickeln. Aufgrund dessen bietet Apple zur Thematik auch Tutorials an, die ihr hier einsehen könnt. Des Weiteren gibt es aber auch eine Menge anderer Tutorials im World Wide Web, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ein tolles Video-Referat zur Thematik empfiehlt sich ebenso besonders zum Einstieg. Natürlich gibt es auch verschiedene Lektüren, die beim Lernen der Programmiersprache helfen können. Hierbei ist “Objective-C und Cocoa Band 1: Grundlagen” oder auch “Einstieg in Objective-C 2.0 und Cocoa” zu empfehlen.

2.2 Externe Entwickler
Selbstverständlich gibt es auch Unternehmen oder private iPhone Apps Programmierer, die Applikationen entwickeln. Hierbei empfiehlt es sich bereits durch populäre Apps bekannte Entwickler zu kontaktieren. Oft stecken private iPhone Apps Entwickler dahinter, deren Preis deutlich unter dem einer Agentur liegt. Deshalb kann man mit der Eigenrecherche viel Geld sparen, wenn man eine App entwickeln lassen möchte.

2.3 App bei Apple einreichen
Bevor man eine App bei Apple zur Veröffentlichung einreicht, sind diverse Tests zu empfehlen. Apple beschäftigt derzeit 40 Vollzeitkräfte, die jede App vor dem Einzug in den App Store ausgiebig testen und kleinste Fehler beanstanden. Diese potentiellen Fehlerquellen sollte man also ausmerzen, um die oftmals lange Wartezeit bis zur Freischaltung auch wirklich optimal zu nutzen und nicht zu vergeuden. Mit dem im SDK enthaltenen iPhone-Simulator sollte man die App mindestens testen. Allerdings empfiehlt sich auch ein Test auf dem Endgerät selbst, um alle Funktionen ausprobieren zu können. Ist die App bereit für den App Store, muss man über Apples iTunes-Connect die App zum Review uploaden. Sollte die App abgelehnt werden, folgt ein Hinweis mit dem Grund, sodass man als Entwickler auch weiß, woran der Fehler wirklich lag. Die Wartezeiten für die App-Kontrolle schwanken dabei ein wenig. Man geht allerdings von mindestens zwei Wochen aus.

3.0 iPhone Apps Vermarktung

Mit der Genehmigung einer App für den App Store ist die Arbeit allerdings noch lange nicht getan. Nun hat man aktuell mindestens noch 425.000 Konkurrenten vor sich, mit denen man sich behaupten muss, um User und damit Downloads zu erhalten. Somit sollte man auch iPhone Apps vermarkten.

3.1 Promocodes verteilen
Eine Marketingmöglichkeit, um die eigene App bekannter zu machen, sind Promocodes. Das sind Gutscheine, mit denen man eine App kostenlos herunterladen kann. Diese kann man zum Beispiel an Online-Magazine senden, damit diese die eigene App testen können und somit über diese berichten. Außerdem steigt die App durch eine hohe Anzahl an Downloads in den Charts, sodass hiermit auch eine gewisse Aufmerksamkeit erzielt werden kann.

3.2 Werbung buchen
Natürlich hat man als Entwickler auch die Möglichkeit, Werbung zu buchen. Dies ist mit verschiedenen Wegen möglich.

3.2.1 In-App Werbung
Gerade die Form der In-App Werbung nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Um Apps bekannt zu machen, kann man mit dieser Form des Marketings gut in den Toplisten steigen. Google bietet mit AdMob unter anderem einen Dienst an, mit dem man gezielt Werbung in anderen großen Apps schalten kann, um Anwender zu erreichen. Hierbei ist aber auch der Dienst von AppImpulse zu erwähnen.

3.2.2 Rezensionen buchen
Um iPhone Apps bekannt zu machen, empfiehlt es sich auch, wie bereits erwähnt, Online-Magazine und oder Blogs zum Thema zu kontaktieren und um eine Rezension zu bitten. Hierbei kann es verschiedene Formen geben. Klassisch ist eine Textkritik zur App. Jedoch sind auch Videorezensionen in der Praxis anzutreffen.

3.2.3 Werbebanner auf Portalen buchen
Gerade auf Webseiten zum Thema Apple oder Apps sind stets einige Besucher unterwegs, die gerne und oft Applikationen testen. Somit empfiehlt es sich auch, Werbeplätze auf solchen Webseiten zu buchen. Die Preise sind hierbei jedoch sehr unterschiedlich und richten sich nach der Bekanntheit der Seite sowie deren Besucherzahlen. Mit einem Klick auf einem Banner kann der Besucher gleich in den App Store weitergeleitet und zum simplen Download animiert werden.

3.2.4 Gewinnspiele
Natürlich sind auch Gewinnspiele in Kooperation mit den erwähnten Webseiten möglich, um Marketing für die eigene App zu betreiben. Hierbei gibt es verschiedene Formen und Arten der Austragung. Die Verlosung von Promocodes ist an der Tagesordnung und oft und gern gesehen.

3.2.5 Advertorials
Advertorials sind weitere interessante erwähnenswerte Werbeformen. Die Werbung macht dabei den Anschein eines ausgereiften Artikels, der mit einer Werbeanzeige bzw. einem Link gespickt ist. Hierzu ist demnach auch eine App-Rezension zu zählen, die man bei themennahen Webseiten in Auftrag geben kann. Somit gelangt der Leser oder Betrachter einer solchen Anzeige mit einem Klick direkt zum App Store und kann die Applikation downloaden.

3.2.6 Social Media Marketing
Durch Facebook und Co ist das Social Web zu einem wichtigen Faktor im Leben vieler Menschen geworden. Natürlich besteht auch hierbei die Möglichkeit zur Werbung für die eigene App. Ganz einfach und klassisch wäre hierbei die Verteilung des Links zum App Store oder zu einem Artikel, der sich mit der App auseinandersetzt, zu erwähnen. Des Weiteren empfiehlt sich die Erstellung einer Facebook Fan-Seite, mit der man die Nutzer auch mit Updates auf dem Laufendem halten kann.