Foxconn-Werke geschlossen: Nun doch Lieferengpässe bei iPad 2?

Nach der verheerenden Explosion vergangenen Freitag im Foxconn-Werk in Chengdu, bei der drei Arbeiter getötet und 16 weitere verletzt wurden, stehen die Bänder bei dem taiwanesischen Elektronik-Giganten still. Bis zur genauen Klärung der Unfallursache hat Foxconn sämtliche Werke geschlossen – betroffen sind neben vielen Geräten von HP, Dell, Nintendo und anderen großen Marken auch das iPad 2 und das iPhone 4.

Eine Staubexplosion soll vermutlich die Ursache gewesen sein – nun gilt es aber genauer zu klären, wie es dazu kam. Die Explosion ereignete sich im Polierwerk, wo eine große Konzentration an Aluminiumstaub in der Luft schwebte – mehr als 100 Gramm sollen pro Kubikmeter Luft dort vorgeherrscht haben.

Bereits im vergangenen Jahr war Foxconn aufgrund seiner schlechten Arbeitsbedingungen international in Kritik geraten: eine Selbstmordreihe unter Arbeitern des Elektronikriesen rief weltweit die Medien und Menschenrechtsorganisationen auf den Plan. Apple selbst kündigte an, die Arbeitsbedingungen bei Foxconn unter die Lupe zu nehmen.

Aufgrund des unklaren Unfallhergangs wurden nicht nur sämtliche Abteilungen im Werk Chengdu geschlossen, bei denen ähnliche Arbeitsvorgänge wie in der Polierabteilung verrichtet wurden, sondern nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP auch sämtliche chinesischen Standorte, in denen Polierarbeitet an elektronischen Bauteilen oder Gehäusen erfolgten.

Engpässe in der Produktion sind damit vorprogrammiert: bereits vor dem Unglück klagte Foxconn über Lieferengpässe in der Zuliefererkette. Die Zahl der genauen Ausfälle lässt sich derzeit nicht beziffern, da noch unklar ist, wie lange die Produktion ruhen wird. Teile davon könnten in das Werk in Shenzhen verlagert werden, Welche Kapazitäten dort aber vorherrschen, ist noch gänzlich unbekannt.

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