Keine Werbung mehr in Kinder-Apps

Wie nun bekannt wurde, schaltet Apple zumindest vorübergehend keine Anzeigen mehr durch das hauseigene Werbenetzwerk iAd in Apps, die sich vorwiegend an Kinder richten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine ethische, sondern eine Marketing-bedingte Entscheidung – auch wenn dieser Schritt besonders bei Eltern für Aufatmen sorgen dürfte.

Bereits in den vergangenen iOS-Versionen reagierte Apple auf die Beschwerden von Eltern, denen ihr Nachwuchs durch Klicks auf In-App-Werbung teure Kosten verursacht hatte, und verordnete iOS eine generelle Passwortabfrage vor dem Kauf neuer Apps. Nun erfolgt ein weiterer Schritt: seit Kurzem wird durch iAd keine Werbung mehr in Apps ausgeliefert, die gerade für Kinder gedacht sind. Darüber gab es keine offizielle Ankündigung, sondern dieser Umstand wurde erst bekannt, als sich Mike Zornek, der unter anderem ein Pokémon-Nachschlagewerk in den Appstore gebracht hatte, über rapide sinkende Werbeeinnahmen aus iAd wunderte und beim Support nachfragte, wie das zustandekam. Dort wurde ihm erklärt, dass Apple die Auslieferung von Ads auf Wunsch der Werbekunden gestoppt hat, wenn es um reine Apps für Kinder gehe. Denn: diese entsprechen nicht der Zielgruppe.

Eltern und Kinder dürfen sich also wohl zumindest vorübergehend über werbefreie kostenlose Apps zum Spielen freuen – für die Entwickler ist dieser Umstand natürlich weniger angenehm, denn hier liegen Freud und Leid nahe beinander. Die Position der Werbekunden ist dabei ebenso verständlich – demnach ist damit zu rechnen, dass die Zahl kostenloser Kinder-Apps in absehbarer Zeit stagnieren wird. Allerdings fallen auch die meisten kostenpflichtigen Apps ab 79 Cent nicht gerade teuer aus. Der Vorteil für die Eltern sind kalkulierbare Kosten – und vermutlich auch bei günstigen Apps höhere Einnahmen für die Entwickler.

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