Apple weiterhin Marktführer unter den Apps

Android holt auf, doch bis dato ist und bleibt Apple auf dem Markt der mobilen Anwendungen unangefochtener Marktführer. Wie eine Studie von iSuppli ergeben hat, kann Apple in Sachen Umsatz niemand das Wasser reichen. Googles werbefinanziertes Konzept kann derzeit keine Umsätze erzielen, die Apples Politik bezahlter Apps abwirft – der Marktanteil des App-Stores von Apple liegt demnach bei stolzen 76 Prozent.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Google den Erzrivalen Apple in Sachen kostenloser Apps zahlenmäßig überholt hat. Doch eine neue Studie von iSuppli bestätigt: Qualität geht vor Quantität – auch wirtschaftlich. Auch hier kann Apple durchaus toppen: dank der als recht rigide bekannten Freigabepolitik im App-Store finden sich hier weniger qualitativ minderwertige Apps als im Android-Market. Die Zahlen, die iSuppli ermittelt hat, sprechen für sich: 2,91 Milliarden Umsatz soll Apple der Prognose zufolge erzielen – eine Steigerung von 64 Pozent gegenüber dem Umsatz aus dem Jahr 2010, wo Apple 1,67 Millionen Dollar Umsätze aus dem App-Store verzeichnen konnte. Google gestehen die Analytiker für das laufende Jahr einen Umsatz von 425 Millionen Dollar zu, RIM kommt auf 280 Millionen Dollar mit seinem Blackberry-Store. Noch weiter abgeschlagen sehen die Analytiker Nokias Ovi-Store, der in diesem Jahr auf rund 200 Millionen Dollar Umsatz kommen soll.

Umsätze allein haben wirtschaftlich nur begrenzte Aussagekraft. Sie sagen nichts über die erzielten Gewinne aus, die letztlich an die Firmenverantwortlichen und Aktionäre gehen, sie sind aber ein Maßstab für das Kaufinteresse der Zielgruppe und die Zahl der Transaktionen. Und die Zahlen belegen deutlich, dass Googles Werbefinanzierung weitaus weniger Erträge erzielt als Apples Modell kostenpflichtiger Apps – allerdings gibt Apple einen großen Teil der Einnahmen aus App-Verkäufen an die jeweiligen Entwickler ab, nur ein kleiner Teil davon bleibt im Unternehmenshaushalt. Wer tatsächlich der große Gewinner ist, zeigt sich erst, wenn die Geschäftsberichte vorliegen, in denen die Reingewinne offengelegt werden.

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