Apple verspricht Nachbesserung und entschärfte Bewegungsprofile

Es tut sich was: nachdem international ein Sturm der Entrüstung über Apple hereingebrochen war, meldet sich das Unternehmen nun eine Woche später selbst zu Wort. Besser spät als nie, dachte man sich wohl in Cupertino – und fand dann aber recht vernünftige Worte zu den Vorgängen, die von manchem Apple-Kritiker gar zum Skandal aufgebauscht wurden.

Steve Jobs erklärt, warum die Daten gespeichert wurden: Sinn der Speicherung war, damit das iPhone schneller seinen Standort lokalisieren kann. Hierfür wurden Listen mit WLANs in der Umgebung heruntergeladen – eine Übertragung der aktuellen Position an Apple oder sonstige Unternehmen erfolgte allerdings – anders als bei Android – nie. Sinn der schnellen Erfassung sei die Verwendung in Apps gewesen, ohne dabei jedesmal auf GPS-Signale warten zu müssen. Dennoch räumte Steve Jobs ein, dass es im bisherigen Verfahren zu mehreren Programmierfehlern gekommen sei: zunächst die Tatsache, dass die Standortdaten sogar trotz ausdrücklichen Verbots aufgezeichnet wurden. Zudem sei die Speicherdauer, die derzeit bei einem Jahr liegt, so nicht beabsichtigt gewesen: Jobs teilt mit, dass er sieben Tage für vollkommen ausreichend hält. Deshalb solle ein bald erscheinendes Update für Abhilfe sorgen. Zum einen soll damit die Speicherdauer verkürzt werden, zudem soll die Übertragung auf den Rechner bei der Synchronisation mit iTunes nicht mehr obligatorisch sein. Optional kann die Speicherdatei künftig zudem auch verschlüsselt werden.

Apple reagiert also auf die Kritik: tatsächlich wurde vieles aufgebauscht. Anders als bei anderen Diensten erfolgte keine Verwendung der Standortdaten – was Apple allerdings tatsächlich zum Vorwurf gemacht werden kann, war die unverschlüsselte Speicherung der Daten im entsprechenden Backup. Hier folgt aber hoffentlich in Bälde Abhilfe.

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