Abhilfe gegen Datensammlung auf iPhone und iPad

Bereits seit mehreren Tagen kursiert eine Welle der Entrüstung durch die Reihen von Medien, Datenschützern, Apple-Nutzern und Apple-Kritikern: ein ehemaliger Mitarbeiter hatte entdeckt, dass iOS-Geräte offenbar ungefragt Standortdaten von ihren Nutzern sammeln und diese offen in einem iTunes-Verzeichnis speichern – dabei erweisen die Daten sich als recht hartnäckig und kommen selbst nach einer Wiederherstellung oder einem Gerätewechsel wieder.

Von Apple gibt es zu diesem Datenschutzdebakel derzeit keinerlei Stellungnahme, geschweige denn eine Anleitung, wie die Besitzer ihren datensammelwütigen Geräten diese Marotte abgewöhnen können. Allerdings kursieren inzwischen unterschiedliche Maßnahmen als zumindest vorläufige Gegenwehr durch die Medien, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten.

1. Ortungsdienste deaktivieren
Der radikale Schritt: Im Einstellungsmenü kann dem iOS die Nutzung von Ortungsdiensten kategorisch verboten werden. Das alleinige Ausschalten von GPS ist nicht ausreichend, denn iOS nutzt zur Standortbestimmung die aktuelle Mobilfunkzelle. Einzelnen Apps kann zwar die Nutzung von Ortungsdiensten ebenfalls verboten werden – das ist aber ebenfalls nicht ausreichend, um die Standortdatenspeicherung zu verhindern: Ortungsdienste müssen komplett ausgeschaltet werden.

2. Opt-out
Wer Ortungsdienste gerne weiternutzen möchte, beispielsweise für Facebook Orte, Foursquare, Google Maps Routenberechnung oder ähnliches, hat die Möglichkeit, die Webseite http://oo.apple.com anzusurfen, um sich aus der Speicherung auszutragen. Über den Erfolg gibt es allerdings unterschiedliche Angaben.

3. Datei verschlüsseln
Wer damit leben kann, dass die Daten gespeichert werden – übermittelt werden sie nach aktuellen Erkenntnissen ohnehin nicht -, kann die iTunes-Datei consolidated.db verschlüsseln: im iTunes-Optionsmenü gibt es hierfür die Einstellung iPhone-Backup verschlüsseln. Die Daten bleiben auf dem iOS-Gerät allerdings unverschlüsselt.

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Ein Kommentar

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Arne
kommentierte am 23. April 2011 um 6:51 Uhr

Ich verstehe die ganze Panik noch nicht ganz, wenn die Daten nicht übermittelt werden ist das doch alles nicht wild oder?

Ich möchte gar nicht wissen welche Navis, andere Handys, Kameras etc das selbe machen. Ganz nette infos gibts auch noch beim geekpub zu der Thematik: http://www.geekpub.de/blog/2011/04/i1984-datenschutz-das-hatte-ich-nicht-erwartet/

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