Apple reicht Patentantrag für Hybrid-Displays ein

Erneut hat Apple einen hochinteressanten Patentantrag bei der US-Patentbehörde eingereicht, der einen Ausblick auf mögliche Zukunftstechnologie bietet. Dabei handelt es sich um ein Display, das aus einer Hybridtechnologie aus LCD und E-Ink-Display besteht. Diese Kombination verspricht sehr gute Sichtresultate bei verschiedensten Anwendungen und würde, sofern sie zu einem erschwinglichen Preis in Serienproduktion realisierbar ist, insbesondere das iPad noch attraktiver machen.

Interessant dabei ist, dass Apple offenbar nach wie vor an LCD-Displays festhält. Andere Hersteller wie Samsung setzen auf Tablets mit AMOLED-Displays, Apple sieht hierin aber offensichtlich keine Zukunft und setzt weiterhin auf das bewährte Retina-Display, das auf LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung aufbaut. Der neuerliche Patentantrag lässt darauf schließen, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird: die Kombination aus LCD und E-Ink würde iPhone und iPad aber noch vielseitiger machen. Während sich LCDs durch ihre schnelle Reaktionszeit insbesondere für Multimedia-Anwendungen, Videos und Fotos eignen, ist die Technologie der E-Ink Screen prädestiniert für Ebook-Reader, da sie über scharfe Konturen und deutliche Kontraste verfügt und so ein ermüdungsfreies Lesen ermöglicht – die meisten der herkömmlichen Ebook-Reader wie der Amazon Kindle bauen auf dieser Technologie auf.

Der neue Patentantrag beschreibt eine Technik, mit der nicht nur zwischen den beiden Display-Technologien gewechselt werden kann, sondern die sogar die Darstellung von Inhalten mit beiden Screens erlaubt: so könnten gleichzeitig Videoinhalte auf dem LCD dargestellt werden, während eingebettete Dokumente oder Texte auf dem E-Ink Screen angezeigt werden. Dies beinhaltet auch die abgeschaltete Hintergrundbeleuchtung hinter dem E-Ink-Teil, während der LCD weiterhin beleuchtet wird. Somit wäre die bestmögliche Darstellung von unterschiedlichen Inhalten gewährleistet – doch ob diese Technik tatsächlich irgendwann eingesetzt wird und mit bezahlbarem Aufwand implementiert werden kann, ist natürlich unbekannt.

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