Patentantrag für das iPhone: Animation bei Anruf

iPhone 4Seit dem Start des iPhone steht Apple gleichbedeutend für Innovation – unzählige Patentanträge hat das Unternehmen aus Cupertino bereits bei der amerikanischen Patentbehörde, dem United States Patent and Trademark Office (USPTO) eingereicht, ganze Blogs befassen sich ausschließlich mit diesen Anträgen. Nun wurde ein neuer Patentantrag von Apple veröffentlicht, in dem der Hersteller ein Verfahren für Animationen zur Signalisierung von Anrufen auf dem iPhone beschreibt.

Konkret geht es in dem Patentantrag mit der Nummer US20110051914 um ein Verfahren, mit dem die Nutzer des iPhone Animationen aus Videos und Musik zusammenstellen können, die dann bestimmten Anrufern zugeordnet werden können – Apple will also weg vom langweiligen Klingelton hin zum regelrechten Entertainment bei Anruf. So können sowohl Musikstücke aus iTunes genutzt werden als auch Fotos und Videos der Onboard-Kamera des iPhone, um daraus eigene Videos zu erstellen. Da moderne Kommunikation aber bidirektional verläuft, kann auch der Anrufer selbst aktiv in das Geschehen auf dem Display eingreifen: so können die Anrufer, sofern sie dazu Muße und das passende iPhone besitzen, selbst die Animation verändern, eigene Musik oder auch Videos übertragen, zudem können auch Texte oder URLs auf diesem Weg übermittelt werden.

Das Video läuft während des Anrufes weiter, sodass vielfältigere Möglichkeiten zur Interaktion bleiben – vorausgesetzt, das Verfahren lässt sich mit den geltenden urheberrechtlichen Regelungen vereinbaren, denn hier könnte Apple auf erheblichen Widerstand seitens der Musik- und Filmindustrie stoßen: insbesondere YouTube-Nutzer aus Deutschland werden diese Problematik zur Genüge kennen. Zeitgleich zum Abspielen der Animation wird die Stimmfrequenz des Anrufers analysiert, wodurch das Video auf dem iPhone zusätzlich verändert werden könnte.

Wie so oft handelt es sich dabei um eine ungewöhnliche neue Idee, die es zumindest in Form bidirektionaler Veränderung wie hier vorliegend noch nicht gegeben hat. Sie birgt allerdings auch einige rechtliche Risiken – und wie so oft erhebt ein alleiniger Patentantrag von Apple noch lange keinen Anspruch auf Umsetzung: Apple hortet unzählige Patente, die niemals umgesetzt wurden. Erst vor kurzem haben wir davon berichtet, dass Apple den Marktenschutz für 42 von 45 möglichen Branchen in Europa umsetzen will. Darunter auch Branchen wie Bier oder Chemie.

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