Verlage protestieren gegen Apple’s Abo-Service

Es war nicht anders zu erwarten. Eine Reaktion der Verlage auf den am Dienstag von Apple veröffentlichten Abo-Service lies nicht lange auf sich warten. So sind die Verleger, die über den VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) und des BDVZ (Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger) eine gemeinsame Erklärung abgegeben haben, der Auffassung, dass die Wahlfreiheit der digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenangebote durch das Vorhaben von Apple sehr stak eingeschränkt würden.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist hierbei. dass Verlage aus ihrer eigenen App nicht mehr intern oder extern auf Angebote Verlinken dürfen. Genau diesen Aspekt haben wir in einem unserer letzten Artikel etwas genauer unter die Lupe genommen. Verlage müssen mit der Maßnahme von Apple auf cross-selling-Angebte künftig in Apps verzichten und haben so keinerlei Handhabe, etwaige Vergünstigungen für Koppelprodukte, an den potenziellen Käufer weiterzugeben. Durch den Standardisierungsprozess läuft alles stringent über iTunes.

Klar, die Verlage sehen sich an einem wichtigen künftigen Umsatzkanal beschnitten. Daher ist es mehr als verständlich, wenn Verlage mehr Entscheidungsfreiheit und Flexibilität fordern. Auch wenn die Reichweiten aktuell noch recht überschaubar sind. Was passiert, wenn die Tablet-PCs noch weitere Marktdurchdringung erfahren und auch mobile Reichweiten relevante Volumina erreichen? Spätestens dann ist auch die Vermarktung der Reichweiten ein wichtiges Thema für die Verlage. Ob die Verlage dann klein bei geben müssen und zwingend auf iAD setzen müssen, bleibst ebenso in den Sternen, wie die Tatsache, dass mit der Einführung des Abo-Modells das letzte Wort zwischen Apple und den Verlagen noch nicht gesprochen ist.

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