Apple bietet Kompromiss für Verlage

Apple hat in den vergangenen Wochen mit der Ankündigung „In-App-Verkäufe„, die nicht über das Apple-System laufen, künftig unterbinden zu wollen. Gerade Verlage, die teilweise ihre In-App über eigene Systeme verkaufen, fürchten mit der Maßnahme von Apple starke Umsatzeinbußen. Apple erhält für die Vermittlung und Nutzung 30 Prozent Provision. Zusätzlich gingen den Verlagen die wichtigen Kunden-Daten verloren, da diese dann bei Apple lägen. Die Lobby der Verlage hat seit bekannt werden der Maßnahme kräftig gearbeitet und wie es scheint, hat Apple an einem Kompromissvorschlag gearbeitet. Wie der iPhone-König in seinem Blog berichtet, will Apple demnach Verlagen die Erlaubnis erteilen, dass Nutzer nun doch auf Drittseiten verweisen und Abos verkaufen dürfen. Der Kompromiss, den Verlage allerdings eingehen sollen ist, dass die Abos zusätzlich auch über iTunes angeboten werden dürfen und somit der Kunde selbst entscheiden soll, welchen Weg er nutzen möchte.

Der Kompromiss von Apple scheint fair, jedoch kann Apple sicher sein, dass viele Leser den Weg über iTunes suchen werden, da dieser über andere App-Käufe den meisten vertraut sein sollte. In wie weit die Verlage damit einverstanden sind, bleibst abzuwarten. So richtig glücklich sollten sie mit dem Vorschlag aber nicht sein, da sie die Kontrolle teilweise abgeben und Umsatzeinbußen auf jeden Fall auch hinnehmen müssen.

Ein Kommentar

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DAMerrick
kommentierte am 12. Februar 2011 um 12:32 Uhr

Dieser Kompromiss wurde interessanterweise zuerst von den Verlagen vorgeschlagen und nicht von Apple.

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