Apple-Garantie im Fokus der EU: Systematische Kundentäuschung

Apples Zusatzangebot zur Maximierung der Garantie, Apple Care, wird derzeit von der EU-Kommission näher unter die Lupe genommen. Dem kalifornischen Unternehmen wird vorgeworfen, mit dieser kostenpflichtigen Garantieverlängerung zu werben, ohne dabei auf den gesetzlichen Gewährleistungsanspruch hinzuweisen.

So schreibt die EU-Justizkommissarin Viviane Reding in einem Brief an 27 Staaten, dass diese Praxis des Gewährleistungsanspruchs näher untersucht werden muss.
Apple hat aufgrund dieser Praxis in Europa bereits große Probleme. In Italien wurde der iPhone-Hersteller nämlich im Dezember 2011 zu einer Geldstrafe in Höhe von 900.000 verurteilt, nachdem das örtliche Gericht dem Unternehmen unlautere Geschäftspraktiken unterstellte.

Laut geltendem EU-Gesetz besteht für Verbraucher eine Gewährleistung von zwei Jahren, die alle Mängel betrifft, die ein Produkt beim Kauf hatte, selbst wenn diese erst später entdeckt werden oder sich als Defekt herausstellen. Die freiwillige Garantie, die Apple mit den Care-Protection-Plänen anbietet, verlängert diese Zeit um ein Jahr und gilt auch für Mängel, die nach der Übergabe der Ware an den Kunden aufgetreten sind. Die EU-Justizkommissarin bemängelt jedoch, dass Kunden, die sich nicht für Apple Care entscheiden, schon nach dem ersten Jahr keinerlei Ansprüche auf einen kostenlosen Austausch oder eine Reparatur haben würden.

Apple drohen nun in vielen Ländern Europas hohe Geldbußen. (via)

12 Kommentare

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sanmarco
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 16:02 Uhr

Richtig so. Da muss sich wirklich was dran ändern !!!

Se7eNRW
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 16:46 Uhr

Habe auch an die verbraucherzentrale gemeldet, meldet die schweine auch!

miloranda
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 17:04 Uhr

Gewährleistung sind generell nur 6 Monate!!!
Garantie ist nicht gleich Gewährleistung.
Hat man einen Defekt nach mehr als 6 Monaten, muss der Kunde nachweisen, dass der Fehler schon beim Kauf bestanden hat, was recht schwer sein dürfte…

Tristan
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 17:22 Uhr

Stimm ich dir zu!

PeterG
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 18:22 Uhr

Falsch. Mängelhaftung gegenüber Verbrauchern zwingend 2 Jahre. Die Vermutungsregelung bzgl. des Vorliegens eines Mangels bei Übergabe ist etwas anderes.

PeterG
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 18:26 Uhr

Die Apple Garantie verlängert die gesetzliche Fristitnicjten um ein Jahr, soweit es IOS-Geräte angeht, denn Apple Care gilt da nur zwei Jahre, also von der Frist wie die gesetzliche Frist. Eine zeitliche Verbesserung gibt es also nicht.

Akalen
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 20:40 Uhr

Ich habe beim Kauf meines iPhone 4S im Vertrag auch eine extra Apple Care für 80€ oder so gekauft, als ich ein Schaden am iPhone hatte der seit Lieferung da war erklärten mir die Mitarbeiter das ich nicht das Apple care gekauft habe sondern einen Schutzbrief der darauf nicht zugreift. Verarsche Nenn ich sowas ich wollte einen Schutz der Schaden deckt… Dann maulten se rum weil „nur“ noch 3 Monate von einem Jahr Rest Garantie besteht… Und ob ich dann noch weitere kaufen möchte. Zudem nur über Kreditkarte zahlbar war, oder die Reparatur in einem Apple store gemacht werfen kann als ALTERNATIVE.. 200km Fahrt. Die Variante mit den 10 Tagen Versand zum reparieren nahm ich dann.
Also wenn’s um die Garantie und sonnstigem geht sollte man echt Apple kräftig in den Arsch treten

BeastMaster
kommentierte am 1. Oktober 2012 um 21:14 Uhr

Richtig – Die sollen zahlen,kann wohl nicht war sein, was die alles kassieren,nach 13 monate konnte ich auch nochmals zahlen,bekommen den hals nicht voll.

Hellraiser
kommentierte am 3. Oktober 2012 um 13:33 Uhr

Bin zwar beogesteter apple user, aber selbst apple darf sich nicht alles erlauben

Leo
kommentierte am 6. August 2013 um 16:50 Uhr

Interessant ist, dass ihr alle keinerlei Ahnung von Garantie und Gewährleistung habt. Interessant ist auch, dass ihr, obwohl ihr alle keine Ahnung habt, alle frech werdet. Interessant ist auch, dass ihr euch dadurch selber bloß stellt. Jeder vernünftige Mensch recherchiert diese Behauptungen und stellt fest, dass Apple lediglich gegen § 477 Abs. 1 Satz 2 BGB verstoßen hat.
Äh, ihr habt ja gar nicht recherchiert. Was besagt das dann auf meinen vorigen Satz?

Nazia
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