Apple: Streit mit Datenschützer wegen Kameraüberwachung

Nachdem sich die Streitigkeiten mit Samsung bzw. Google in naher Zukunft legen könnten, steht nun möglicherweise in weiterer Prozess für den IT-Konzern aus Cupertino an. Apple ist derzeit im Zwist mit einem deutschen Datenschützer, der fordert, dass ein gut erkennbares Hinweisschild zur Videoüberwachung an den Retail Stores des Unternehmens angebracht wird. Apple weigert sich jedoch, einen solchen prominenten Hinweis an den Stores anzubringen.

Bei dem Datenschützer handelt es sich um den Hamburger Johannes Caspar. Der Radiosender NDR Info berichtete, dass dieser schon mehrere Male den IT-Konzern dazu aufforderte, den Retail Store am Hamburger Jungfernstieg mit einer Kennzeichnung zur aktiven Videoüberwachung zu versehen. Auf diese Forderungen soll Apple auch reagiert haben. Doch die genauen Vorstellungen des Datenschützers konnte Apple bis heute anscheinend noch nicht erfüllen. Apple argumentiert, dass die Anbringung eines Hinweises nicht möglich sei, ohne die weltweit einheitlichen Richtlinien in Bezug auf das Design zu brechen. Apple-Mitbegründer Steve Jobs arbeitete zu Lebzeiten höchstpersönlich daran mit. Der Streit weitet sich nun auch auf andere Bundesländer aus. Das Land Hessen sowie Bayern prüft selbige Forderungen an den Retail Stores in Frankfurt bzw. München.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar konfrontierte Apple bereits im Herbst des vergangenen Jahres und begründete seinen Vorstoß mit dem Bundesdatenschutzgesetz, das geeignete Maßnahmen vorschreibt, um derartige Videobeobachtungen kenntlich zu machen. Apple reagierte dabei mit Schildern, die auf Tische gestellt wurden. Caspar ging dies jedoch nicht weit genug, sodass eine weitere Ermahnung folgte. Daraufhin brachte Apple ein kleines Hinweisschild an der Eingangstür auf, das laut dem Datenschützer jedoch nicht sofort sichtbar sei.

Nun bleibt offen, wie es in diesem Fall weitergehen wird. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche deutsche Einzelhändler Videoüberwachungen in ihren Läden durchführen. Dabei konnte ich jedoch nicht vor dem Betreten eines betroffenen Ladens in allen Fällen ein Hinweisschild erkennen, sodass diese Diskussion meiner Meinung nach auf alle Händler umgewälzt werden muss.

Bild: Apple

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