Syrien blockiert WhatsApp

Die Messenger-App WhatsApp dürfte in weiten Teilen der Welt bekannt sein. Sie erlaubt es zwischen Nutzern aller Plattformen kostenlos Nachrichten, Bilder, Videos und den aktuellen Standort auszutauschen. Der Datenverkehr wird dabei über das Mobilfunknetzwerk abgewickelt. Die iOS-Anwendung dominiert seit Jahren die Verkaufscharts und auch die Android-App freut sich über gute Platzierungen im Software-Laden.

Die brutalen Kämpfe in Syrien haben bereits vor einigen Monaten schon den Verkauf und auch den Besitz von iPhones verboten, um die Veröffentlichung von Videos aus dem Land zu verhindern. Wie die Betreiber von WhatsApp heute mitteilten, sind alle Services ihrer Anwendung in syrischen Netzwerken (sowohl UMTS, wie auch Kabel) blockiert. Damit macht man eine Kommunikation der Aufständischen untereinander fast unmöglich. Außerdem verhindert man jedoch auch die Weitergabe von Informationen an ausländische Nachrichtenagenturen oder TV-Sender. Während des Verbots gehen im ganzen Land und vor allem in der Protesthochburg Homs die brutalen Auseinandersetzungen mit den Regierungstruppen weiter. Was die Entwickler von WhatsApp leider nicht sagten ist, ob man den Dienst mithilfe von einem VPN-Server wieder zum Laufen bekommen kann. So könnten auch andere Netzsperren innerhalb des Landes ausgehoben werden.

Die Entwickler von WahtsApp gaben auf ihrer Twitter-Seite bekannt, dass dies ein sehr trauriger Tag für die Freiheit sei.

(via)

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