Foxconn-Arbeiter erhalten nur 8 Dollar pro verkauftem iPad

Die Kritik an der Zuliefererpolitik von Apple nahm in den vergangenen Wochen vor allem in den USA stark zu. So deckte beispielsweise der TV-Sender CNN auf, dass Angestellte beim asiatischen Zulieferer-Unternehmen Foxconn keine Krankentage bezahlt bekommen oder unmenschlich hohe Stundensätze von montags bis samstags ableisten müssen. Insofern verwundert es auch nicht, dass die Angestellten auch sehr schlecht für ihre Arbeit entlohnt werden. Die südkoreanische Tageszeitung Korea Daily deckte nun auf, dass besonders die chinesischen Arbeiter im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Ländern mit regelrechten Hungerlöhnen abgespeist werden. Lediglich acht US-Dollar erhalten die Arbeiter pro abgesetzten iPad bei einem Verkaufspreis von 500 US-Dollar. Arbeiter in Korea bekommen mit 34 US-Dollar deutlich mehr Geld für ihre Tätigkeit.

Der Kritik wird somit kein Ende gesetzt. Sie nimmt sogar solche Formen an, dass sich Menschenrechtsorganisationen zu einer Online-Petition zusammenschlossen und über 250.000 Unterschriften sammeln konnten. Die negativen Arbeitsbedingungen wurden vor allem durch einen Bericht des Fernsehsenders CNN in Nordamerika bekannt. Hierbei wurde eine 18-jährige Foxconn-Angestellte interviewt, die gestand, dass die Arbeit so langweilig sei, dass sich es nicht mehr ertragen würde. Ihren Lebensrhythmus beschrieb die Arbeiterin als unmenschlich und verglich diesen mit dem eines Tieres. „Ich stehe morgens auf und gehe in die Arbeit…jeden Tag“, meinte sie weiterhin.

Apple reagierte nun nochmals auf die Kritik. CEO Tim Cook behauptete, dass kein anderes Unternehmen der Branche so viel für die Arbeiter tun würde, wie Apple. Dies gab Tim Cook auf einer Investorenkonferenz bekannt. Des Weiteren bezeichnete er Kinderarbeit als abstoßend und gab bekannt, dass dies in der Praxis in den seltensten Fällen in der Apple-Lieferkette dazu kommen würde. Um die Arbeitsbedingungen von nun an transparent kontrollieren zu lassen, schloss sich Apple der Fair Labor Association an, die die Foxconn-Werke in China kontrollieren wird. Diese Kontrollen sollen so umfassend sein, dass 90 Prozent der Apple-Lieferkette unter die Lupe genommen wird.

(via)

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