Apple möchte Arbeitsbedingungen der Zulieferer verbessern

Apple veröffentlichte erst kürzlich eine Liste mit allen Zulieferern, welche überwiegend im asiatischen Raum angesiedelt sind. Schon lange ist bekannt, dass die in Industrieländern gültigen Arbeitsbedingungen nicht korrekt eingehalten werden. Da die Arbeitsbedingungen im asiatischen Raum sehr negativ sind, kam es bereits zu Selbstmorden einiger Mitarbeiter von Apples Zulieferern wie zum Beispiel Foxconn. Apple gab jetzt zusammen mit der Zuliefererliste bekannt, dass man über die Missstände Bescheid wisse und diese jetzt beheben wird. So wurde auch bekannt, dass über die Hälfte der asiatischen Belegschaft länger als die 60 vorgeschriebenen Wochenstunden arbeiten muss.
Um diese Missstände aktiv zu beseitigen, tritt Apple jetzt als erster Technikkonzern der Fair Labor Association bei, welche 1999 von Bill Clinton gegründet wurde und das Ziel der besseren Arbeitsbedingungen verfolgt. Aufgabe der FLA ist es jetzt, die Zulieferer-Unternehmen von Apple zu bewerten und zusammen mit dem IT-Konzern aus Cupertino Lösungen für die aufgedeckten Missstände und Probleme zu finden und diese zu beseitigen.

Mehr Transparenz bei Apple

Mit dem Beitritt zur Fair Labor Association sowie der Veröffentlichung der Zuliefererliste zeigt Apple erstmals Transparenz in diesem umstrittenen Bereich. Gemeinsam mit der Zuliefererliste veröffentlichte Apple auch den „Apple Supplier Responsibility“ Bericht, aus welchem hervorgeht, dass man bereits seit einigen Jahren immer wieder Kontrollen bei den Zulieferern gemacht hat. Im vergangenen Jahr sollen laut dem Bericht 228 Kontrollen durchgeführt worden sein. Mit den Kontrollen wollte man überprüfen, dass die Mitarbeiter nicht zu lange arbeiten und rechtzeitig bezahlt werden. Des Weiteren hat man bei den Kontrollen festgestellt, dass die Zulieferer fünf minderjährige Arbeiter beschäftigt hatten. Apple forderte die Zulieferer in diesem Fall sofort auf, die Kinder zurück zur Schule zu schicken.
Zusammen mit der FLA werden zukünftig noch mehr Kontrollen durchgeführt, zudem werde man Lösungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen erarbeiten. Wir finden, dass dies auf jeden Fall ein notwendiger Schritt war, der nun von Apple vollzogen wurde.

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