Apple reduziert Preise für iAd-Werbung

Apple wird einem Bericht des Wall Street Journals zufolge die Richtlinien der Werbeplattform iAd senken, um dem bisher ausbleibenden Erfolg entgegenzuwirken. So reduzierte der IT-Konzern den Preis für den Start einer Werbekampagne, die in Applikationen für das iPhone, iPad sowie den iPod touch für den Nutzer zu begutachten sind.

Jeder Besitzer eines iOS-Gerätes wird sicherlich schon einmal eine iAd wahrgenommen haben. Meist befindet sich diese unterhalb des Bildschirms und öffnet sich, sobald man dieses Feld mit Hilfe einer Touch-Geste berührt. In einem solchen Fall wird dann ein Werbevideo gezeigt und weitere Informationen zur entsprechenden Werbekampagne, für die ein Unternehmen wirbt. Dabei hatten die Apple-Kunden, die sich für diese Form des Marketings entschieden hatten, in der Vergangenheit vor allem mit den hohen Kosten zu kämpfen, die das veranschlagte Werbebudget zum Schmelzen brachten. Teilweise kostete einer Werbeagentur oder einem Unternehmen ein Aufruf durch einen Nutzer einer App nämlich bis zu zwei US-Dollar.

Doch dieses Konzept, das Apple aufstellte, ging als eines der wenigen nicht auf. Dabei wollte das Unternehmen aus Cupertino den Markt der Werbung vollkommen umkrempeln. Doch Beobachter des Marktes berichten vordergründig davon, dass die hohen Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt worden sind. So meint Alexandre Mars, ein Vertreter der Branche für mobiles Marketing, dass sich Apple dem Markt anpassen muss, um überhaupt mit diesem Geschäftsfeld überleben zu können.
Dabei ist die aktuelle Reduzierung der Richtlininen für iAd-Kampagnen nicht die erste Reaktion von Apple. Bereits im Sommer 2011 senkte man den Mindestpreis zum Start einer Kampagne auf eine halbe Million US-Dollar. Doch nun kommt man den potentiellen Kunden einen weiteren Schritt entgegen und verlangt als Mindestpreis 400.000 US-Dollar, wie ein Insider dem Wall Street Journal berichtete. Neben dem reduzierten Preis soll Apple aber bereits auch bestimmte Sonderpakete für Werbekunden anbieten. Dies betrifft vor allem Werbeagenturen, von denen man sich hoch dotierte Aufträge verspricht. Hier verlangt Apple lediglich einen Mindestpreis von 300.000 US-Dollar zum Start einer Werbekampagne.

Apple behält von den Werbeeinnahmen 60 Prozent und gibt die restlichen 40 Prozent an die App-Entwickler weiter. Diese beklagen sich allerdings sehr, da die Einnahmen extrem niedrig sein sollen. So sei iAd eine für Entwickler unwesentliche Möglichkeit Geld zu verdienen. Ob sich dies nun durch die Senkung des Mindestbetrages ändern wird, steht in den Sternen.

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