Ravensburger klagt gegen Apple

Apple gilt derzeit als Zielscheibe vieler Unternehmen, die gegen den IT-Konzern aus Cupertino vor Gericht ziehen. Doch in der Vergangenheit ging es vemehrt um Patentrechtsverletzungen, die Apple unterstellt worden. Nun schaltet sich allerdings ein Unternehmen ein, dass durch seine Memory-Spiele bekannt ist. Die Rede ist von der deutschen Firma Ravensburger, die nun verhindern will, dass Apple Spiele im iTunes Store zulässt, die den geschützten Namen „Memory“ enthalten.

Ravensburger wagte bereits vor Monaten den Schritt hin zu Apple und versuchte seine Forderungen durchzusetzen. Doch der Computer-Hersteller reagierte nicht auf das Schreiben des deutschen Unternehmens, weshalb sich beide Parteien nun vor dem Landgericht München trafen. Der Anwalt von Apple äußerte sich folgendermaßen zu den Gründen der bisherigen ausgebliebenen Antwort: „Vielleicht konnte auf die legitimen Vorwürfe nicht gleich rechtzeitig reagiert werden.“ Außerdem wird der große Erfolg des App Stores auch als Ursache herangezogen, dass „nicht alles gut gelaufen sei“ in der Vergangenheit. Doch der Apple-Anwalt versteht auch nicht, weshalb Ravensburger gleich eine Klage erheben muss. Schließlich möchte man auch in der Zukunft miteinander Geschäfte machen und vom Erfolg des App Stores gemeinsam profitieren, meint der Apple-Anwalt weiter.

Die Vertreter von Ravensburger kontern jedoch und geben an, dass Apple sehr kurzfristig Apps aus dem App Store verbannt, die gegen eigene Rechte verstoßen. Sie meinen, dass Apple die Rechte anderer Unternehmen hingegen missachtet und betroffene Apps duldet.

Doch der Anwalt von Apple gibt weiter an, dass das Wort „Memory“ in den USA und weiteren englischsprachigen Ländern kein geschützter Begriff sei. Da Apple mit dem App Store ein internationales Angebot bereithält, gibt es somit große Schwierigkeiten in dem Bereich, meinte der Anwalt weiterhin. Doch Ravensburger argumentiert, dass man sich in Deutschland vor einem Gericht befindet und über deutsches Recht redet. „Die Klage ist notwendig, damit iTunes endlich mal auf Trab kommt“, ließen die Vertreter von Ravensburger ebenso anmerken und begründen damit deren Intention, ihre Forderungen durchsetzen zu wollen.

Das Urteil des Rechtsstreits wird am 31.Januar 2012 bekannt gegeben.

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