Apple verbannt iPhone-kritisches Spiel aus dem App Store

Die italienische Entwicklerschmiede Molleindustria wollte mit der App „Phonestory“ auf die Missstände, wie zum Beispiel die oftmals schlechten Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Smartphones aufmerksam machen. Doch Apple gefällt die indirekte Kritik in Form einer iPhone App ganz und gar nicht, sodass man die Applikation nun aus dem App Store entfernte.
„Phonestory“ thematisiert dabei einige an die Öffentlichkeit gelangten negativen Beispiele bei vielen Hardwareproduzenten. Der Spieler muss zum Beispiel afrikanische Kinder beim Erzabbau mit der Waffe drohen, damit sie die für die Hardware notwendigen Rohstoffe abbauen. Außerdem werden die Selbstmorde bei der Produktionsfirma Foxconn behandelt. So muss der Spieler mit einem Fangnetz verhindern, dass sich chinesische Foxconn-Mitarbeiter in den Tod stürzen.
Apple begründete den Ausschluss der App aus dem App Store mit einem herben Verstoß gegen die Entwickler-Richtlinien. Die Darstellung von Gewalt sowie der Missbrauch von Kindern seien unter anderem Gründe für den Ausschluss, berichteten die Entwickler. Außerdem merkt Apple an, dass es nicht erlaubt sei, mit einer App Spenden zu sammeln. Die britische Zeitung „Guardian“ berichtete jedoch, dass „Phonestory“ keine klassische Spenden-App sei. Die Entwickler kündigten lediglich an, die eingenommenen Spenden für eine Organisation spenden zu wollen, die die Rechte der betroffenen Arbeiter stärkt.
Die Entwickler rund um Molleindustria bieten die iPhone App nun auch in Googles Android App Store an.

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